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Siebenbürgische Wanderung

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Siebenbürgische Wanderung
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"Siebenbürgische Wanderung. Zu Fuß zu Kirchenburgen und stillen Dörfern" von Joachim Gremm (2011)

 

Buch-Details

 

Gebundene Ausgabe: 164 Seiten, mit 32 Farbfotos im Mittelteil und zwei Kartenausschnitten

Verlag: Schiller Verlag (2011)

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 978-3941271487

 

Buch-Beschreibung

 

Diesmal ist Joachim Gremm mit Rucksack und Wanderstock durch Siebenbürgen gezogen. Wie schon auf seiner Radtour, die er im Buch "Siebenbürgische Reise" beschrieben hat, erschließt er dem Leser wiederum die Schätze dieses Landstrichs in Zentralrumänien.

Die langsamste aller Reisearten ist vielleicht gerade für Siebenbürgen mit seinen alten, ehemals deutschen Dörfern und ihren berühmten Kirchenburgen, umgeben von einer unverstellten Natur mit ihrer ursprünglichen Pflanzen- und Tierwelt, die intensivste Form des Erlebens. Denn die meisten Eindrücke und Entdeckungen offenbaren sich erst beim zweiten Hinsehen.

 

Rezension

 

„Noch trifft man sie...“

Joachim Gremm veröffentlicht im Schiller-Verlag seine „Siebenbürgische Wanderung“


Es geht noch gemächlicher, noch eindrücklicher. Beschwor Joachim Gremm 2007 noch die Vorzüge einer Fahrradfahrt durch die siebenbürgische Hügellandschaft, durchstreifte  er drei Jahre darauf mit Rucksack und Wanderstock diesen Landstrich. Seine Reisebeschreibung erschien jetzt im Hermannstädter Schiller-Verlag.

„Vor der Burgmauer in Schönberg/Dealu Frumos steht eine ungewöhnliche Baumfamilie: Eine hohe schlanke Eiche wird von einem engen Kreis kräftiger Kastanien umringt, ursprünglich müssen  sie ein volles Dutzend gezählt haben. Man fühlt sich unvermeidlich an Jesus und die zwölf Apostel erinnert.“ Seien wir einmal ehrlich – haben wir jemals die Bäume vor der Schönberger Kirchenburg betrachtet? Wahrscheinlich nicht, Gremm aber beobachtet auf seiner Wanderung von Porumbacu de Jos über Agnetheln/Agnita und Birthälm/Biertan bis nach Marktschelken/[eica Mare genau und bietet dem ortskundigen Leser immer wieder Aha-Erlebnisse dieser Art.

Tatsächlich richtet sich dieses Wandertagebuch in erster Linie an nichtsiebenbürgische Leser. Wie in seinem Erstlingswerk verknüpft Gremm seine Beobachtungen und Begegnungen mit der Geschichte von Land und Leuten. Mal erzählt er selbst, mal lässt er berichten, beispielsweise „aus der Kirchturmperspektive“.

Viel Raum räumt Gremm dabei den Siebenbürger Sachsen ein, nicht zuletzt, weil es einst ihre Dörfer waren, die er erwandert und die Pfarrhäuser ihrer Geistlichen, in denen er den Großteil seiner Nächte verbringt. Er trifft die verbliebenen Sachsen, teils bereits bekannte Gesichter seiner früheren Reisen. Er kommt mit Sommersachsen ins Gespräch und sinniert über die Eigenheiten dieses Volkes, das die Gegend über Jahrhunderte prägte („Besonders gern plauschen sie über sich selbst.“).

Dabei zeigt er unverhohlen sein Interesse für dieses schwindende Völkchen. „Wie die meisten der Betreuer der Siebenbürger Kirchenburgen geht sie (Frau Herbert) auf die 80 zu, vielleicht ist sie gar drüber hinweg. Dies war ein Hauptbeweggrund dafür, dass ich mit meiner Kirchenburgenwanderung nicht mehr warten wollte. Noch trifft man sie, die sächsischen Großmütter und Großväter, die als Kinder und Jugendliche die 'gute alte sächsische Zeit' vor 1945 miterlebt haben.“

Seine Erlebnisse teilt Gremm wie schon in seinem Erstlingswerk – der 2008 im Schiller Verlag herausgegebenen „Siebenbürgischen Reise“ – in schnörkelloser, bildreicher  Sprache mit. Der Leser wird den Eindruck nicht los, den Autor gerade bei seiner Wanderung zu begleiten. Zu lebendig, zu leidenschaftlich sind die Beschreibungen der ursprünglichen Natur, der historischen Orte und ihrer bodenständigen Bewohner. Man merkt, das hier ein echter Siebenbürgen-Fan am Werke war, der sich sorgfältig auf seine Reise vorbereitet hat.

Die Literaturliste am Ende des Buches gibt einen Fingerzeig auf Gremms Lesestoff – von Hermann Fabini bis Harald Roth, aber auch mit dem selbsternannten Dornenpriester Don Demidoff beschäftigte er sich. Zur Orientierung enthält das Buch eine Karte, auf der Gremms Reiseroute eingetragen ist. Diese ersetzt wegen ihrer geringen Größe jedoch keine richtige Landkarte. Ein Ortsnamenregister listet die erwähnten Ortschaften mit ihrer deutschen und rumänischen Bezeichnung auf. Im Innenteil illustrieren auf 16 Seiten Fotos das Beschriebene.

Das 164-seitige Reisetagebuch von Joachim Gremm ist unterhaltsame Lektüre. Wer die „Siebenbürgische Reise“ mochte, wird auch dieses Buch gern lesen. Wer eine Reise durch Südsiebenbürgen plant, dem sei das Büchlein ans Herz gelegt.

Die „Siebenbürgische Wanderung. Zu Fuß zu Kirchenburgen und stillen Dörfern“ (978-3941271487) ist im März im Schiller-Verlag erschienen. Das Buch ist zum Preis von 59 Lei in den deutschsprachigen Buchhandlungen erhältlich.

Von Holger Wermke, in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien, erschienen am 25.03.2011

 

Mit Rucksack und Wanderstock

Neuerscheinung des Schiller-Verlags

Zu Fuß durch Siebenbürgen zu ziehen, ist für viele Menschen unvorstellbar. Joachim Gremm hat den Schritt gewagt und ein Buch darüber geschrieben. Mit Rucksack und Wanderstock zieht er von Hermannstadt aus zu den Dörfern der Region und erschließt dem Leser die Schätze des Landstrichs.

„Siebenbürgische Wanderung. Zu Fuß zu Kirchenburgen und stillen Dörfern“ schildert die Erlebnisse Gremms während seiner Reise. Lebhaft beschreibt er die ehemals deutschen Dörfer, die Bewohner und nicht zuletzt deren Gastfreundschaft. Diese idyllische Szenerie, angesiedelt inmitten einer unberührten Natur, fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Daneben bietet das Buch auch einige Einblicke in die siebenbürgische Geschichte.

Gremms Reise beginnt am Bahnhof in Hermannstadt und führt ihn durch Orte wie Zied, Schönberg Jakobsdorf, Birthälm und vielen weiteren, bis er schließlich wieder nach Hermannstadt zurückfindet und seine Reise dort beendet. Unterwegs widmet er sich im besonderen Maße den Kirchenburgen Siebenbürgens, die er eindrucksvoll beschreibt. Die Intensität, mit der Gremm die Umgebung schildert, mag daher kommen, dass die Wanderung die langsamste aller Reisearten ist. Deshalb bietet sie wohl auch die intensivste Form des Erlebens. Farbfotografien sowie eine Karte mit eingetragener Wanderroute runden das ganze ab und machen das Buch authentisch.

„Siebenbürgische Wanderung“ lädt den Leser ein in einen malerischen Landstrich und eignet sich gerade deshalb auch gut als Reiseführer. Und wer dazu nicht die Möglichkeit hat, kann Gremms Buch auch gemütlich zu Hause lesen und sich auf eine imaginäre Reise durch Siebenbürgen begeben.

Von Sophie Thom, erschienen am 5. April 2011 in der Hermannstädter Zeitung

 

Joachim Gremms "Siebenbürgische Wanderung" im Schiller-Verlag erschienen

 

Nach seinem ersten Reisebericht „Siebenbürgische Reise. Eine Rumänienfahrt zu Deutschen, Zigeunern, Ungarn und Rumänen“ begibt sich Joachim Gremm nun mit seinem zweiten Bericht „Siebenbürgische Wanderung“ auf eine Reise zu Kirchenburgen und stillen Dörfern. Beim ersten Mal noch mit dem Rad unterwegs, bestritt er seine zweite Reise durch die siebenbürgische Hügellandschaft auf einem noch gemächlicheren Wege.

„Dann wird der Blick frei auf die Kirchenburg. Ein massiger Turm mit hölzerner Wehrgalerie unter einem Dach wie eine Pyramide. Neben diesem Riesen wirken die Dächer der Kirche, der Wehrtürme und des Pfarrhauses über gekalkten Mauern niedergedrückt. Davor glänzen in der Abendsonne voller Blütenschein die Wiesen. Auf ebener Fläche beim Bach tuckert ein Traktor beim Heuwenden und zieht eine Schleppe leuchtenden Staubs hinter sich her. Ich setzte mich ins Gras und erfreue mich an diesem friedlichen Bild.“ Oder: „Die Sonne streut durch Wolkenlücken Lichtinseln auf die Fläche, in denen die Kirchtürme der besonnten Dörfer inmitten sattgrüner Wiesen und erntereifer Felder aufleuchten. Zu meinen Füßen schlängelt sich das glänzende Band des angestauten Alt, der wie ein mächtiger Strom wirkt ...“.

Nur zwei der Ausschnitte, in denen sich Joachim Gremm in seinem neuen Buch „Siebenbürgische Wanderung“ beeindruckt von der siebenbürgischen Landschaft mit ihren alten Kirchenburgen zeigt. Es ist mitten im Sommer 2010, als sich der 1949 in Heppenheim (Hessen) geborene Wirtschaftsinformatiker und bekennende leidenschaftliche Fahrradfahrer Joachim Gremm auf eine Reise begibt, die ihn wieder nach Siebenbürgen verschlägt. Im Unterschied zum ersten, im Jahr 2008 erschienenen Reisebericht, in dem Gremm die Erlebnisse seiner mehrwöchigen Radtour durch Siebenbürgen beschreibt, erkundete der damals 61-Jährige diesen Landstrich letztes Jahr zu Fuß.

Durch einen siebenbürgischen Gästehausführer angeregt, kehrte er in mehreren Pfarrhäusern ein. So gestaltete sich die Reise als Wanderung zu den einstigen Kirchenburgen und Dörfern der Siebenbürger Sachsen. Ausgestattet mit im Internet gefundenen alten sowjetischen Militärkarten, begab sich Gremm auf eine Wanderung über Porumbacu de Jos, Agnetheln und Birthälm bis nach Marktschelken. Im Buch kann der Leser die Erlebnisse auf dieser Route mit Joachim Gremm teilen, zu denen die Gespräche mit den „Sommersachsen“ wie auch jene mit den dort verbliebenen Siebenbürger Sachsen zählen.

Beim Durchkämmen des siebenbürgischen Hochlandes gibt der Historiker und Germanist immer wieder detaillierte Beschreibungen und persönliche Eindrücke wieder, die er hier und da mit historischem Hintergrundwissen über Land und Leute paart. Gremm erkundet nicht nur die ehemaligen Sachsendörfer und deren Kirchenburgen, sondern sucht auch den direkten Kontakt zu den Siebenbürger Sachsen: In Schönberg begegnet er Frau Herbert, die dort die Kirchenburg betreut. Beim Aufenthalt in Reichesdorf nimmt er an der unterhaltsamen Kirchenführung des Kurators Johann Schaas teil. In Nimesch trifft Gremm auf Herrn Hügel und in Kleinschelken lernt er den 81-jährigen Kurator Martin Draser kennen, der ihm während eines Ganges durch die dortige Kirche viel aus der „alten sächsischen Welt“ erzählt.

Der Charme und die Leichtigkeit des Gremm’­schen Erzählens ermöglichen es dem Leser, sich unmittelbar in dessen „Siebenbürgische Wanderung“ hinein zu versetzen: „Jetzt führt der Weg als dunkler Streifen durch jungen Buchenwald leicht bergan, federt die Schritte ab und ist bequem zu gehen. In den Lichtbündeln, die durch Lücken im Blätterdach herab in den grünlichen Schatten dringen, tanzen in schwirrenden Wolken die Mücken. ,Keine Angst, die tun nichts!‘, beruhigen uns die Insektenforscher. (...) Doch was ist, wenn ein solchermaßen angelocktes Mückenweiblein abirrt, angezogen vom betörenden Duft meiner schweißnassen Haut und des stinkigen Hemdes?“.

Vor dem bildlichen Auge des Lesers erscheint die sommerdurchflutete, siebenbürgische Hügellandschaft mit ihrer Ursprünglichkeit. Besonders urig erscheint ihm diese Landschaft, als er sich, nach der letzter Station in Marktschelken, in Hermannstadt befindet: „Das häufig beschworene Stadt-Land-Gefälle – ich habe es selten so einschneidend empfunden wie beim Übergang von meiner Wanderung durchs Siebenbürgische Hochland nach Hermannstadt. Daheim sind die meisten Unterschiede glattgebügelt. Hier überschreitet man buchstäblich die Grenzlinie zwischen zwei Welten.“

Gremm, der seine Kindheit im Odenwald verbrachte, offenbart sich als regelrechter Sachsen- und Siebenbürgen-Freund. Man merkt, dass ihn vor allen Dingen die in Siebenbürgen verbliebenen Sachsen interessieren, dass er sich durch einen kleinen, zu eigen gemachten rumänischen Wortschatz und die ausgewählte Literatur sehr gut auf diese Reise vorbereitet hat.

Die im März 2011 im Hermannstädter Schiller Verlag erschienene „Siebenbürgische Wanderung. Zu Fuß zu Kirchenburgen und stillen Dörfern“ ist eine entspannte und entspannende Beschreibung der Wanderung durch Landschaft und Dörfer Siebenbürgens, die durch die Brille eines deutschen Reisenden einen interessanten Blick auf das heutigen Siebenbürgen wirft und den Leser anregt, selbst in das „Land jenseits des Waldes“ aufzubrechen.

Im Innenteil der 164 Seiten starken Reisebeschreibung befinden sich auf 16 Seiten 32 Fotos, die Gremm während seiner Wanderung machte. Im hinteren Teil des Buches findet der Leser ein Literaturverzeichnis sowie eine Karte mit der Wanderroute. Zum Schluss werden die im Reisebericht genannten Orte mit ihren deutschen und rumänischen Namen aufgelistet.

Von Frankziska Rill, erschienen am 2. Mai 2011 auf siebenbuerger.de.





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Zuletzt aktualisiert: Montag, 21 Mai 2012 02:16