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Emigration der Siebenbürger Sachsen

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Emigration der Siebenbürger Sachsen
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"Emigration der Siebenbürger Sachsen. Studien zu Ost-West-Wanderungen im 20. Jahrhundert" von Georg Weber und Armin Nassehi (2002)

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Buch-Details

 

Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften 1. Auflage (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3531136714

 

    Buch-Beschreibung

     

    Migration und ihre Folgen sind zentrale Themen der Sozialwissenschaften - nicht erst seit dem 2. Weltkrieg. Im vorliegenden Band wird die Migration von Siebenbürger Sachsen aus Rumänien in die Bundesrepublik Deutschland über die letzten 50 Jahre hinweg beobachtet, rekonstruiert und analysiert. Dabei kommen je nach Fragestellung unterschiedliche soziologische Methoden zum Einsatz.

    Intendiert ist, Migration als ein Inklusionsproblem in der "Weltgesellschaft" zu plausibilisieren. Langtext:Für die Sozialwissenschaften gehört die Migration und deren Folgen zu den zentralen Topoi - und das nicht erst nach dem 2. Weltkrieg. Spezielle soziologische Zugänge zu Migration und Integration werden zunächst kritisch rekonstruiert, wobei nach neuen Beobachtungsmöglichkeiten und Begriffen Ausschau gehalten wird.

    Nicht nur die Beobachtung von Beobachtungen, sondern auch die Begriffe Inklusion/Exklusion scheinen für die Analyse des Migrationsgeschehens besser zu taugen als Integration/Desintegration. Appliziert werden sie bei der Beobachtung der Migration von Siebenbürger Sachsen aus Rumänien in die Bundesrepublik Deutschland. Konstitution, Vergesellschaftung und Transformation dieser ethnisch-deutschen Gruppe in unterschiedlichen Gesellschaftstypen im Laufe von rund 850 Jahren ist Gegenstand weiterer Beobachtung.

    Sozialwissenschaftlich nicht weniger interessant sind die Reduktionsprozesse als Folge der Emigration, besonders seit 1990. Diesen fast dramatischen Vorgängen wird mit qualitativen und quantitativen Methoden nachgegangen. Wie sich die Beurteilung des Migrationsvorgangs durch die Betroffenen unmittelbar vor der Auswanderung, kurz danach und mit einem zeitlichen Abstand ändern kann, wird anhand der Interpretation von narrativ-biografischen Inter-views dargestellt; wie sich die siebenbürgisch-sächsischen Gemeinden leeren und wieder auffüllen, wird mit quantitativ-deskriptiven Verfahren gezeigt. Darüber hinaus werden die politisch-rechtlichen Voraussetzungen für die Niederlassung in Deutschland nach der Auswanderung erhellt. Quellen und Selbstzeugnisse sind das Material für die Beleuchtung der konfliktträchtigen Entscheidung über Bleiben oder Gehen. Ein beträchtlicher Raum wird der rumäniendeutschen Literatur gewidmet, die in Romanen, Erzählungen und Essays um die Wanderung und ihre Folgen kreist.

       





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      Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 23 Mai 2012 14:15